Hauptschule Eichen nimmt an Roboter-Wettbewerb teil

Am Samstag, den 17. Januar 2015 fand  an der Konrad Adenauer Schule Wenden die regionale Austragung des Roboter-Wettbewerbs: First Lego League( FLL) statt.


 Was ist First Lego League:

Die „ First Lego League“ ist ein Roboter-Wettbewerb mit Spaß-Charakter, bei dem Kinder und Jugendliche mit Hilfe eines Roboters eine knifflige Mission zu erfüllen haben. Die Kinder und Jugendlichen forschen innerhalb eines Teams zu einem vorgegebenen Thema, planen, programmieren und bauen einen vollautomatischen Roboter. Regionale Teams von Haupt- Realschulen und Gymnasien haben in Wenden um die begehrten Pokale gekämpft.

 

Fachwissen und Schlüsselkompetenzen

 

Roboterwettbewerb: Fakten lernen und Denken lernen

Jedes Kind kann lernen, aber keiner kann gezwungen werden zum Lernen. Diese alte Weisheit kennt jeder, der mit Schülern zu tun hat.

Beim Roboterwettbewerb müssen die Schüler und Schülerinnen keine großen Vorraussetzungen oder Bedingungen erfüllen, um mitzumachen. Jeder, der interessiert ist, kann mit machen. Bei uns an der Hauptschule Eichen werden Schüler ab Jahrgangsstufe 7 angesprochen.

Im Rahmen einer verpflichtenden AG haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit mit Spaß anders zu lernen als in den normalen Fächern.

Ihnen wird ein Problem aus dem Alltag gestellt.

In diesem Jahr hieß die Aufgabe:

 

 „Das Klassenzimmer der Zukunft“ 

Wie eignen sich SchülerInnen im 21. Jahrhundert Wissen und Fähigkeiten an?

Unsere Schüler haben eine Präsentation auf die Beine gestellt mit selbst komponierter Musik und einer Diabolo-Show.

Der zweite Teil des Wettbewerbs besteht darin, den selbstkonstruierten Roboter auf einem komplizierten Parcours Aufgaben erledigen zu lassen.

In diesen Aktivitäten sollen sie möglichst selbstständig arbeiten und lernen. Der Weg zum Erfolg verlangt Ausdauer, Kreativität, Teamwork  und persönlichen Einsatz. Die Schüler verbringen viel Zeit zusammen. Dies formt ihre soziale Kompetenz. Sie lernen sich als Team zu begreifen und zu handeln. Die Schüler und Schülerinnen lernen konkrete Anwendung in den Fächern wie Mathe, Physik und Biologie. Ihre Lösungen sollen innovativ sein, damit konkrete aktuelle gesellschaftliche Probleme gelöst und verbessert werden können.

Es lohnt sich immer an den First lego League( FLL ) teilzunehmen. Neben den Begegnungen unter sich, treffen unsere Schüler viele Vertreter verschiedener Firmen, der Industrie  der Region Siegen- Wittgenstein und Olpe. Diese halten Vorträge über die Arbeitswelt und zeigen den Schüler Bildungs- und Ausbildungschancen.

 

 

Schlüsselkompetenz.

In einer Zeit, in der man mit der Forderung nach „mehr Schlüsselqualifikationen“ offene Türen einrennt und sich im Einklang sowohl mit berechtigten Klagen der Wirtschaft („mangelndes Basiswissen, mangelnde Schlüsselkompetenzen“) befindet, kann die FLL eine wichtige Rolle in der Unterrichtsentwicklung spielen. Die meisten Schulen, die da waren, können dies bestätigen. Sie integrieren FLL besser in Bereich der Naturwissenschaften.

 

 Bei FLL kommen Slogans wie „Denken lernen statt Fachwissen anhäufen“ oder

„Persönlichkeitsbildung statt Stoff pauken“ zum Ausdruck.

 

Die Erfahrungen zeigen, dass Schüler diesen Slogan nicht verstehen. In ihrer Wahrnehmung ist im Moment, Denken lernen und Persönlichkeitbildung nicht direkt mit Erfolg zu buchen. Sie wollen und möchten sofort eine beste Platzierung und Trophäen sehen. Wenn dies nicht geschieht, dann werden sie schnell demotiviert.  Professor Andreas Helmke und andere Lernforscher haben immer betont: „Die wichtigste Voraussetzung für kumulative und anspruchsvolle Lernprozesse sind gerade nicht formale Schlüsselqualifikationen, sondern ist eine solide und gut organisierte Wissensbasis, d.h. ein in sich vernetztes, in verschiedenen Situationen erprobtes und flexibel anpassbares Wissen („intelligentes Wissen“), das Fakten, Konzepte, Theorien und Methoden  gleichermaßen umfasst.“ [1] Wir müssen also daran arbeiten und helfen, dass unsere Schüler ihr Lernen selber konstruieren können. Schüler können unser Wissen, das wir aufgebaut haben nicht erben. Wir müssen aber stets helfen, dass unsere Schülerinnen und Schüler, eigene Wege finden, sich Wissen an zu eignen und an zu wenden.

 

An das Robottec-Team 2015

 

Ich möchte folgenden Schülern, zur erfolgreichen Teilnahme am Roboterwettbewerb  herzlich gratulieren:

 

Johannes Pfeil, Oliver Hentschel, Michel Käppler, Julien Hussin, Endrit Avdili, Kajon Rasalingam


Ich danke euch, dass ihr eure Zeit und Energie eingesetzt habt um die Schule in Wenden zu vertreten. Trotz all der Schwierigkeiten habt ihr nicht aufgegeben.

Die Sache ist gut für euch und für die Schule. Ihr habt versprochen im nächsten Jahr wieder dabei zu sein und euch dafür einzusetzen, eine bessere Platzierung zu erreichen.

Ein Dankeschön an die Schulleitung ( an Herrn Daub und Herrn Dommes ), und auch an Herrn Riedesel  die am Samstag extra zum Wettbewerb gekommen sind um das Team zu unterstützen.

Ich möchte auch Herrn Nohl, Herrn Neuser und Herrn Mann erwähnen, die uns bei den Vorbereitungen geholfen haben.

 

Michel Niagne



[1] Schulentwicklung, s. SM 400