Projekttage an der Hauptschule Eichen

Schuljahresende in NRW und damit auch an unserer Schule. Nachdem die Projekttage im letzten Jahr ein voller Erfolg waren, fanden diese auch dieses Jahr wieder statt. Andere Projekte, wieder abwechslungsreiche Tage. Kreatives mit Stoff, Fußball, Radtouren, Klettergarten, Wandern, Roboter bauen, Umgebungserkundungen in Kreuztal und Siegen, Herstellung von Badekugeln, Feuerwehr, Erste Hilfe Kurs, Tanzen, Volleyball und Raumverschönerung: Für jeden war etwas dabei.

Am Ende des Schuljahrs ist sonst oftmals "die Luft raus". Bei uns brachte sie frischen Wind. Egal, ob es darum ging sich mit Grundlagen der Programmierung zu beschäftigen, den eigenen Rock aufzupeppen, Höhenangst zu überwinden oder einfach beim Fußball das Beste zu geben: Nach dem was man hört, hatten alle viel Spaß. Und vielleicht ist so manche Erfahrung, die man die letzten Tage gemacht hat, lehrreich und bringt den/die ein oder andere/n weiter.

Eine Gruppe der Hauptschule Eichen befasste sich in der Projektwoche mit dem Thema Feuerwehr. In einem Workshop sollten die Unterschiede der Feuerwehren der Herkunftsländer unserer Schüler herausgearbeitet werden. Wir trafen uns am ersten Tag im Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Kreuztal. Zuallererst wurden einzelne Länder, Länderflaggen, Infrastruktur, das Feuerwehrwesen und die Notrufnummern erarbeitet. Dabei stellten wir fest, dass es nur in den Ländern der Europäischen Union die einheitliche Notrufnummer 112 für den Rettungsdienst und die Feuerwehr gibt. Anschließend besichtigten wir die Fahrzeuge des Löschzug Kreuztal und bekamen einen guten Einblick in die Aufgaben einer Feuerwehr. Wir durften einzelne Fahrzeuge von innen und außen erkunden und uns wurde erklärt, wie eine Wärmebildkamera arbeitet. Den kommenden Tag verbrachten wir zusammen mit anderen Gruppen der Hauptschule Eichen in der Hauptamtlichen Feuer- und Rettungswache ich Siegen. Hier führte uns ein Hauptamtlicher Feuerwehrmann durch die Räumlichkeiten, erklärte das Rettungswesen der Stadt Siegen, zeigte den Beruf des Rettungssanitäters und Feuerwehrmannes auf. Danach ging es an einen Rettungswagen, der anschaulich erklärt wurde. Leider gab es plötzlich einen Alarm und Olaf fuhr als Drehleitermaschinist zum Feuerwehreinsatz. Aber Johannes vom RTW sprang sofort in die Bresche und übernahm die weitere Führung. Nachdem der Notfallrucksack, das EKG und die Absaugpumpe vom Fahrzeug genommen und erklärt wurde, durften an einem Gerät der Puls, die Herzfrequenz und die Sauerstoffsättigung jedes Besuchers gemessen werden. Anschließend zeigte Johannes an einem Messgerät wie man eine Person mit Rauchgasintox erkennen und behandeln kann. Nun bekam Johannes einen RTW-Einsatz und Olaf, der zwischenzeitlich wieder zurück war zeigte und erklärte den Feuerwehrinteressierten  noch die auf der Wache stationierten Fahrzeuge. Als Höhepunkt fuhr er die Drehleiter auf den Hof und jeder durfte einmal in den Drehleiterkorb einsteigen und sich Siegen aus der Höhe anschauen. Zum Abschluss erklärte Olaf jedem noch welchen Belastungen der Feuerwehrmann in der Atemschutzübungsstrecke ausgesetzt ist. Jeder Teilnehmer durfte danach die Übungsstrecke (ohne Atemschutzgerät aber bei Tageslicht und ohne Nebel) einmal begehen. Der nächste Tag begann wieder im Feuerwehrgerätehaus Kreuztal mit der Besichtigung der Leitstelle. Nachdem  noch Plakate zur Vorstellung des Workshop Feuerwehr für die Hauptschule Eichen erarbeitet waren,  wurde noch ein kleiner Feuerwehrtest absolviert und jeder bekam eine Urkunde in Erinnerung an den Workshop Feuerwehr. Auf dem Weg nach Eichen, mit einem Feuerwehrauto der Jugendfeuerwehr Kreuztal, machten wir noch einen kleinen Abstecher zur Außenwache des Löschzug Kreuztal in die Waldstraße. Nachdem die zuvor erarbeiteten Plakate in der Hauptschule Eichen aufgehängt waren, gingen alle Teilnehmer erfahrungsreich und zufrieden ob der letzten Tage nach Hause. Am Abschlusstag wurde noch allen interessierten Schülern an Hand der ausgestellten Plakate das erarbeitete Projekt von den Teilnehmern erläutert.